Freinet-Pädagogik in Kitas
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Freinet-Pädagogik

Immer noch modern, alltagstauglich, nah am Kind, konsequent partizipatorisch, beweglich, nachhaltig verändernd, politisch

Seit etwa 1980 hat sich in deutschen Kindertagesstätten eine besondere Form der Freinet-Pädagogik herausgebildet. Célestin und Élise Freinet, die Begründer dieser pädagogischen Ausrichtung, waren Lehrer und Lehrerin. Ihre pädagogische Praxis war deshalb auf Schule ausgerichtet. Viele Grundsätze ihrer Pädagogik haben in Kindertagesstätten eine neue Ausprägung erhalten:

  • Kindern ermöglichen, sich frei auszudrücken,
  • sie an ihren Themen arbeiten, sie tasten und experimentieren lassen,
  • sie an allen sie betreffenden Entscheidungen zu beteiligen,
  • Pädagogik als Bewältigung des Alltags zu begreifen, eines Alltags, der Bezug hat zum Leben der Kinder,
  • und das in einer Umgebung, die mit den Kindern wächst und sich verändert.

Freinet-Pädagogik ist lebensnah, dialogisch und partizipatorisch. Freinet-Pädagogik ist zudem wandelbar. Sie nimmt wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso auf wie Praxiserfahrungen und Ideen anderer pädagogischer Ansätze. Freinet-Pädagogik ist kein geschlossenes pädagogisches Konzept. Freinet-Pädagogik ist vor allem praxistauglich und praxiserprobt.

Freinet-Pädagogik verlangt von Erwachsenen viel. Sie verlangt Präsenz, Dialogbereitschaft, Resonanzfähigkeit, Mehrperspektivität und Kindzentrierung, d.h.:

  • die subjektive Wirklichkeit des Kindes wahrzunehmen und anzuerkennen,
  • auf die Kräfte des Kindes zu vertrauen,
  • dem Kind das Wort zu geben und bereit zu sein, sich von ihm beeinflussen zu lassen,
  • erwachsenes Vorauseilen, Besserwissen und Beherrschen zurückzunehmen,
  • die Entwicklungsbedingungen und -gesetzmäßigkeiten des Kindes zur Grundlage der pädagogischen Arbeit zu machen.

Pädagogik beruht auf Beziehungsgestaltung. Kinder brauchen starke, selbstsichere, reflektierte und beziehungsfähige Erwachsene. Freinet-Pädagogik nimmt deshalb auch den Erwachsenen in seiner Bedürfnislage ernst. Nicht zufällig organisierten schon Élise und Célestin Freinet die Zusammenarbeit von Erwachsenen basisdemokratisch und entwicklungsförderlich.

Die bundesdeutsche Freinet-Bewegung, als deren Teil wir uns betrachten, wird repräsentiert durch die Freinet-Kooperative e.V., dem "Bundesverband von Freinet-PädagogInnen in Deutschland" mit Sitz Prinzhöfte bei Bremen.

„Nach meiner Meinung besteht die Rolle des Lehrers darin, so lange wie möglich zu schweigen. Aber auch darin, ganz vorsichtig einen Blick über den Zaun vorzuschlagen, wenn sich aus dem Geschehen heraus eine Richtung anbietet.“

Paul Le Bohec

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